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„Sehr beſtimmt nehmen wir wahr, daß dieſer „Uebergang des Reichthums zur Fruchtbarfeit in „verſchiedenen Bodenarten ſchneller oder langſamer „befördert wird. Bey gleichem Vermögen und bey „gleicher Knltur wird z. B. ein Boden, der ein „Uebergewicht an Thon enthält, ſehr viel langſamer nerſchöpft werden, als ein anderer, deſſen dominie „render Beſtandtheil der Kalf iſt. Eine- gleiche Production erfordert hier eine ſehr ungleiche Zeit- „dauer. Die Urſache dieſer Würkung, die alſo aus uder<emiſchen und phyſiſchen Beſchaffenheit des „Bodens entſpringt, nennt H, v. W, die eige 1 „thümliche Kraft des Bodens.“
„Man kann alſo die Fruchtbarkeit als das Pro»- j1duft des Reichthums mit der Kraft anſehen,"und „wenn dieſe Faktoren dem Grade nach beſtünmt werden, ſo ergiebt ſich daraus der Grad der Frucht» barkeit.
„Es ſey nun der Reichthum eines Bodens=R.
udie eigenthüniliche Kraft= K. „ſo iſt die Fruchtbarkeit'= KR,
So weit die eigenen Worte des Herrn von Wulffen. Ich kann zu ihrer Beſtätigung" oder Berichtigung natürlich nichts hinzu ſeßen, aber ich hoffe dies wird genügen, den Theil unſerer Land- wirthe, die ſich, mit hinreichenden Hülfskenntniſſen ausgerüſtet, gern in ſolche, wenn gleich jest auch


