Jahrgang 
1816
Seite
688
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öleichen muß. Thaer fagt über die Wioſenwäſſe rung ſo ſchön und ſo treffend!

Die Bewäſſerung der Wieſen iſt ohne Zweifel eine'der allerwichtigſten und nüßlichſten Opera- rationen, die in dem ganzen Umfange der Agti- jieuſtur vorgenommen werden können, Die mei- ſien Gewäſſer führen düngende und auf die Vegä- kation wohlthätig wirkende Theile mit ſich. Das Waſſer, welches ſchon länger än der Oberfläche foß, hat immer nahrhafce Materien, die ihm'aus den umliegenden Gegenden zuſtrömten, in ſich aufgenommen. Dieſe nahrhafte Materie, welche Fonſt unaufhaltbar' dem Meere'zuſtrömt, und für den fultwvirten Theil des Erdbödens verlohren gehet,'wird' durch die Bewäſſerung zurückgehalten, jründ muß ſich größtentheils auf dem Boden, deit (diefe Wohlthät zufließt, abſeßen,' und daſelbſt zur Erzeugung, neuer Pflanzen dienen, Dur die Bewäſſerung eignen wir uns alſo einen Dünger zu, den wir nicht'erzeugt haben,"und bewürken dadurch eine Production/ welche neuen Dünger giebt, ohne daß ſie uns Dünger koſtet. Wir vep- mehren folglich dadurch den vegetäbiliſchen Stoff auf unſerm Areal, ohne welchen zu konſumiren.

(Der Beſchluß, künftig.)

MEDEA ASTE