Jahrgang 
1816
Seite
668
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nicht"thätig: bewieſen hätte. Ich fand faſt jeden Bauer in voller Arbeit ſeine ganze Braach-Koppel mit Lehmmergel zu befahren. Mit. Vergnügen be- merkte ich aber auch; daß hin und wieder auf ent- fernt vom Dorfe gelegene Koppeln, welche gemer- gelt wurden, eine Dung-Miethe zuſammen gefäh- ren war, welche nachmals iim Sommer, auf den gemergelten Acker gebracht werden ſollte. Eben dieſe Bauern, die ich hier mit ſo angeſtrengtem Fleiße beym Mergelwägen. fand, verdienten früher ſehr viel Geld mit Frachtfahren; jeßt aber ver- ſichern fie einſtimmig, daß dieſe Lehmarbeit ſich weit beſer bezahlt mache. Sie würden jeßt gewiß nicht ſo eifrig: bey: dieſer Arbeit ſeyn, wenn ihre Lands- leute: die weit früher'ſchon dieſe Verbeſſerung be- trieben; nachtheilige Folgen davon erfahren hätten, oder wenn dort nachtheilige Gerüchte von der Schäd- lichkeit des Mergels im Gange wären, denn der Bauer hält ſich gar zu gerne an ſolche Gerüchte, um ſeine Trägheit und Liebe am Alten, damit be- ſchönigen zu können.

Doch nun noch einige Worte über den mitge» theilten- Fall: der Unanwendbarfeit des Mergels, von dem Herrn Kämmer- Ingenieur Sommer in Parchim. Ic kann mich darüber um ſo kürzer faſſen, da ich ſchon vorher ſo manches über die zweckmäßige Anwendbarkeit des Lehmmeyr-