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bedarf es dann nicht, um einen Irrthum zu ver- breiten und falſche Grundſäße beliebt zu machen. Der gemeine Mann folgt faſt immer dem Strom der Meinungen.]
Ich will den Landwirth nicht tadeln, der in ſo glücklichen Verhältniſſen Nbt; die es ihm möglich machen, im Durchſchnitt mitdem 4ten bis 6ten Korn ſeines Boden- Ertrages auszureichen, wenu er dieſe mühevolle und koſiſpielige Arbeit, welche mit der Lehmmergelung verbunden iſt, ſcheut, und mit dem Vorwande einer nothwendigen Vorſicht ent- ſchuldigt. Ein ſolcher Many lebt bequemer und ruhiger und für ihn giebt das Landleben einen an- genehmen Genuß.
Aber ganz anders verhält es ſich mit dem ge- plagten und gedrückten Landwirth, der bey den gegeriwärtig ſo tief geſunkenen Kornpreiſen ſich mit Mühe und Sorgen durchſchlagen“muß, um Pacht oder Zinſen heraus zu zwingen, welches warlich! jeßt ſchon mehr Anſtrengung koſtet, da die Landes- Laſten gegen vormals, als er in beſſern Zeiten ſein Etabliſſement gründete, gegen das Dreyfache hin-
. auf geſtiegen find.- Für ſo einen gehört ſchön mehr dazu, wenn er ein ehrlicher Mann bleiben will, als ruhig feine Pfeife zu rauchen, und man ſollte die wohlthätigen Hülfsmittel nicht verkleinern, durch
deren glückliche Anwendung es ihm gelingt) den


