Jahrgang 
1815
Seite
395
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Dieſew Aeußerungen des Herrn Becker kann man wohl nicht unbedingt beyſtimmen, ich führe nur einige Gründe an:

Lr) Trifft es fich oft, daß jemand einen gut be- ſeßten Obſtgarten hat, der ihm ſeine Bedürfniſſe liefert, und da es ihm nicht konvenirt, mit Obſt zu handeln, fo hat er keine Veranlaſſung, noch mehr Obſibäume anzupflanzen. Wohl aber fehlt es ihm oft an Wald, und hat er auch Kiefernwaid oder Ellernbrüch, ſo fehlt es ihm nicht ſelten an Nußholz, und er pflanzt dann lieber Ahorn, Eſchen, Rüſtiern, Birken, Linden, Weisbuchen und Pappeln,

2) Ey geht vielleicht weiter und berechnet die Maſt, welche Eichen und Buchen im Alter abwerfen. Da dieſe leider in unſern Forſten immer ſeltner werden, fo wäre es ſchon deshalb in vieler Hinſicht ein Ver- dienſi, die Anpflanzung derſelben zu befördern, wenn man aus Mangel an Plaß, oder'gutem Boden, oder aus anderen Gründen, die Ausſaat im Großen nicht bewerkſtelligen kann.

3) Mancher berechnet auch wohl den Vortheil, der aus den|Früchten der Roßfaſtanien und des Quitſchen- oder Vogelbeer- Baums durch Brandte- weinbrennen zu ziehen iſt, und wählt zur Bepflan» zung der Straßen nicht ſelten dieſe Bäume. So findet oft jemand etwas ſeiner Lage und Liebhaberei vortheilhaft, das für einen anderen wenig Reiz und Werth hat. Aus dieſem Geſichtspuncte, dünkt mich, muß derjenige, der für das allgemeine Beſte, oder für das ganze Land etwas vorſchlägt, ſeine Vorſchläge ſelbſt nicht nur einrichten nnd anſehen, ſondern auch von Anderen ſo angeſehen, und jedem; nur möglichen, Wunſch entſprochen werden.

4) Wird auch mancher ſchneller reüſſiren, der ſeine Wege mit nükßlichen Forſtbäumen bepflanzt, weil dieſe nicht immer ſo in der guten Erde der Baum- ſchulen verwöhnt ſind, wie es oft bei Obſibäumen mancher Baumſchulen der Fall iſt. Kommen ſolche