Jahrgang 
1815
Seite
391
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TCG

Fea 391 zem unabhängige Procedur.in der Natur denkt, ſo wird man- auch: auf. die Vermuthung kommen; daß der rohe friſche Miſt wirkſamer ſey, als der vergangene, der allerdings unter Umſjänden anwendlicher iſt; Der rohe. Miſt wird: oft ſchädlicher ſeyn können, das. wird aber nicht hindern zu berechtten./; wie viel weiter ſeine. Wirkſamkeit reicht.

3): Da die Dungfraft in einer gewiſſen Zeit wohl von ſelbſt verglühen möchte, und ſie-ein ſchwaches Reſiduum hat, ſo möchte ſich die Extenſion der Dün- gung empfehlen, verſtehtſich bis zur vollen Wirkung beſchränkt. Eine zu ſtarke Düngung übertreibt nicht nur die Pflanze, ſondern läßt auch zu viel Nah- rungsſioffe ungenust verfliegen, die auf der größern Ftäche mehreren Pflanzen zu gute kommen,

4) Die Vervielfältigung der Erndten nach dem friſchen Dünger muß das Materielle vermehren, oder den Dungſiand erhöhen.

5) Der erhöhete"Dungſtand iſt vorübergehend, wenigfiens iſt ſein Rückſtand nicht ſehr bedeutend. Durch gute Cultur aber wird er,man kann nicht ſagen, wie anhaltend erſeßt; er wird daher um ſo längerzerhalten, je ſchneller er erſest wird. und je weniger von ſeinen erzeugten Stoffen dem Pflanzen- wachsthum verloren geht.- Bei träger Cultuy vieler Braache und wenigen Erndten muß ſich der Düng- ſiand vermindern, ſo wie er mit der Vervielfältigung