Jahrgang 
1815
Seite
386
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durch den Einfluß der Atmosphäre entſiehen, deſio mehrern Nahrungsſioff: werden die Pflanzen daher

vorfinden,

Sie ſind aber unbeweglich, wenn gleich thätig» warten geduldig ab, daß ihnen die Nahrung zuge- führt werde, die ſie aus dem Boden einſaugen. Sie verkümmern. auf, dem reichſten Boden, wenn die Witterung nichtzihren Nahrungsſroff entwickelt darbiethet, und überwachſen ſich, wenn ihnen ein Ueberflus dargebothen wird. Nun frägt es ſich, ob. der Vorrath des Nahrungsſtioffes dadurch ver- mindert wird, daß die Pflanze ihn verzehrt. Die Jdee des Verluſtes der Grade dutch den Fruchtbau Geruhet darauf, daß er verloren gehe ,- bloß durch die Conſumtion im Pflanzenwachsthum., Wie aber wenn der Pflanzennahrungsſtoff auch unbenußt durchs Pflanzenwachsthum, nachdem er erzeugt worden, ungenüßt, zum großen Theil ſich verlöre, Es iſt allerdings nach den Erſcheinungen anzuneh- men,= dann ſo weit reichen doch die Experimente im freien nicht,= daß die Kraft des Bodens we- niger geſchwächt werde, wenn die erzeugten Nah- rungsſtoffe von den Pflanzen nicht benutzt werden aber nicht zu hypotheſiren, daß wenn ſie nicht be- nußt werde/ ſie. ſich nicht großen» Theits verliere, Es iſt wohl zu vermuthen, daß die meiſten entwik» kelten Nahrungsſtoffe auch ohne Verbrauch durch Pflanzen verloren gehen, und darf man den Ein- flüſſen der Atmosphäre einen größern Theil der Pflanzeunahrung zuſchreiben, weil die Differenz der frucht- und unfruchtbaren Jahre bedeutender iſt, als die-Wirkung aller AFerbaukunſt.

(Der Beſchluß folgt.)