Jahrgang 
1815
Seite
304
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beſſer und gewinnvoller für einzelne Indivi- duen) die kleinen Güter aber ſind wieder für das allgemeine Beſte zuträglicher. Im Ganzen find in Mecklenburg die Landgüter zu groß, und unſere Bevölkerung und Nahrung würde ſehr da- durch gewinnen, wenn dieſe oft bis zur Unförme- lichkeit großen Ackerflächen zertheilet und in mehrere kleinere Güter verwandelt würden. Es kann aber nicht vortheilhaft ſeyn, wenn ein Gutsbeſißer ſeine Feldmark in mehrere kleinere Güter zertheilen, und dennoch anſtatt ſonſt ein einzelnes großes Gutky deren jeßt vielleicht 3 bis 4 ſelbſt bewirthſchaften wollte, ſondern es ſollen ſich, anſtatt ſonſt einer einzigen, jeßt 3 oder 4 Familien von dieſer Aer- fläche nähren. Da nun Niemand ſich den Spaß machen wird und zertheilen deswegen ſeinen Acker, um anſtatt eiues einzigen großen Gutes jet deren 3 oder 4 kleine zu beſißen und zu bewirthſchaften, ſo fällt der Einwand der Veruntreuung und des Diebſtahls auf Nebengütern, welcher ſonſt ſeinen guten Grund hat, in dieſer Sache völlig weg. Koſiſpielig iſt der Aufbau eines Hofes allerdings/ ſey er auch noch ſo klein, und ſey die vom Herrn Verfaſſer erfundene Bauart äuc< noch fo wohlfeil.

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