Jahrgang 
1815
Seite
293
Einzelbild herunterladen

daß ſie manches nüßliche und zweckmäßige Verfah- ren ihrer Vorfahren abgeſchafft hätten, wohin der- ſelbe hauptſächlich rechnet: Die Art, den*Dung der Braache mitzutheilen und den Weißen durch richtiges Einfalken gegen den Brand zu ſichern. Der Herr Verfaſſer datirt von 1800 an eine neue Methode, dem Aer den Dung mitzutheilen, und ſagt: daß durch dieſe neue Methode eine erſtauns- liche Rückwirkung in der Fruchtbarkeit veranlaßt worden ſey. Zum Beweiſe führt er die Jahre 1803, 1804 und 1805 an, wo Stroh genug aber keine Körner geerndtet wären. Die Methode den Dung ſo lange auf dem Acker liegen zu laſſen, bis er ganz mit Unkraut durchwachſen iſt, will ich nicht tadeln, weil es mir an Erfahrungen über den Nußen dieſes Verfahrens fehlt, und ich auch dieſe Methode, von einem erfahrnen Landwirthe habe rühmen hören, obgleich er ſie nicht ſtrenge befolgte. Seit 16 Jah ren, als ſo weit etwa meine landwirthſchaftlichett Erfahrungen reichen, behandelte man das Bedün- gen der Braache ſo wie es jeßt noch größtentheils geſchieht, d. h. man fing an den Miſt abzufahren, fo bald man Zeit dazu hatte, und ſorgte dafür daß man mit dem Miſtfahren ſo weit vorweg kam, daß die Häker ſiers zu thun hatten, und keine Zögerung verurſacht wurde. So blieb der Miſt-nun aber höchſtens 8 Tage oben auf liegen, ehe er unterge- I9*