Jahrgang 
1815
Seite
212
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iſt, alles Sommerhaken und alles Wenden mit dem Haken vorzunehmen z; überhaupt aber im Frühjahr, insbeſondere zur Erbſenſaat nur den Haken zu gebrauchen. In der Saatfahre des ſpätern Som- mergetreides kann aber, beſonders bey trockner Wit- terung, der Pflug ſich empfehlen, weil er mehr be- ſchafft und bey ſtrengem Boden alsdann weniger nicht geſprungene Schollen giebt.

Je ſchwerer übrigens der Acker iſt, deſto un- wirkſamer zeigt ſich der Haken deſio nothwendiger wird der Pflug, um der Oberfläche eine tiefere Krume zu geben, in der die Feuchtigkeit ſich ver- breiten kann. Wikr finden daher in den Marſchen nur den Pflug ſelbſt in der Nähe des Hakens, und zwar, weil dort der Hafen nicht-wirkſam genug ſich zeigt, der Pflug mehr beſchafft, in ſehr kurzer Zeit beſtellt werden muß, eine Pflugfurche zwey Hak: fahren vertreten muß und vertritt.

Unſere Koppelfelder mit ihren Braachen können ſich allenfalls ohne Pflug behelfen, wenn ſie ihre Wirthſchaften nicht bereichern wollen mit der Folge von Wintergetreide nac< Schootenfrüchten und Klee.

Der Stoppelwirth, der Städtiſche AFer8mann, kann eher den Haken als den Pflug entbehren. Er follte billig den Haken im Herbſt gar nicht gebrauchen. Eben ſo ſollte der große Bauer, der ohnehin über-