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nicht nöthig haf, vor deren Anfauf Benjamin Franklin ſchon warnte. Sie überladen beſon- ders die Weiber auf dem Lande mit bunten ver- gänglichen Waaren, und verdrängen mit ihren wohlfeilen Preiſen, in der Kleidung des Landvolks die dauerhaften eigengemachten Zeuge, ſo daß die Hausfrau des Landmannes und ſeine Töchter ſtatt wie vormals in ſelbſt gefertigten Zeugen, in Engli- ſchen Manufacturwaaren prangen. Dieſer'Hauſir- handel iſt ein freſſender Krebs an dem Wohlſtand des Landmannsy der ſeinen Fleiß lähmt. Wenn auch der Jude durch ſein Auffaufen der kleinen Abfälle in den Wirthſchaften dem 2Zandmann etwas Geld bringt, ſo ſteht dieſe Einnahme gar nicht im Verhältniß zu dem, was er durch die tägliche Ge- legenheit zum Kauf, die er ausſtudirt hat, dem Landmann abnimmt. Seine Zudringlichfeit ver- anlaßt den vermögenden Landmann zu dem Ankauf einer Menge von Ueberflüſſigkeiten, und lockt dem geringen Mann das baare Geld aus der Taſche, was weit nüklicher in dem Betrieb der eigenen In- düſirie für den Bedarf verwandt werden würde, Es möchte vielleicht ſcheinen, daß die Aufmerkſam- keit des Juden dem Landmann die Zeit erſpare, die ihm der Verkauf und Einkauf in der Stadt koſten würde, daß manche Artikel nicht zu Gelde gemacht würden, wenn die Aufkäuferey des Juden


