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freſſen, hörte es einigermaßen auf, ſo fraß er ſehr begierig. Ich ließ einen Fahnenſchmidt kommen, den man mir als einen geſchickten Thierarzt em- pfahl. Er erklärte dies für eine Bruſientzündung. Ich ſuchte ihm nun zwar begreiflich zu machen, daß dies nicht wohl möglich ſey, da das Thier ſchon über 2 Jahr an dieſem Uebel laborirt“habe. Er war aber von ſeiner: Meinung nicht abzubringen, er ließ dem Thier aus der Hals- Ader eine ſtärke Portion Blut, und verordnete ihm täglich Morgens und Abends eine gute Handvoll Salz mit einem Eßlöffel voll Honig vermiſcht in Waſſer aufgelößt zu geben; Ich befolgte treulich ſeinen Rach in Ermanglüng eines beſſern Mittels; und zu meiner nicht geringen Verwunderung und Freude ſchien dies Mittel auch anſchlagen zu wollen, denn ſein Röcheln vergieng beynahe ganz und gab ihm die völlige Freyheit zu freſſen, welches er auch mit vieler Begierde that.
(Der Beſchluß folgt.)


