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ſo iſt es Pflicht eines denkenden Landwirths andre Surrogate anzubauen, die ſich in ihrer Ausbeute ergiebiger zeigen, eine jährliche ſichere Einnahme gewähren, und den Mangel des Heues zu erſeßen im Stande ſind.
Das vorzüglichſte Gewächs zur Erreichung die- ſes Zwecks ſind nun wohl ohnſtreitig die Cartoffeln. Da ich mich nun keines reichhaltigen natürlichen Wieſewachſes erfreuen kann, keine Luzerne und Eſparſette bauen kann, und mir der rothe Klee, beim eifrigen Beſtreben ſeines Anbaues, ebenfalls in mißlichen Jahren den ſchuldigen Beyſtand ver- fagt, ſo ſehe ich mich daher in die Nothwendigkeiz verſeßt, wollte ih obige Zwecke erreichen, zur Kar- koffel, und= wenn gleich nicht in ſo großer Menge =- zur Runkelrübe meine Zuflucht zu nehmen.
In ſo ferne dabey mein Düngerhaufen in quali et quanto[ſehr gewonnen hat, habe ich noch nicht Urſache gehabt, dieſen ſtarken Anbau zu bereuen, und beſonders haben die Kartoffeln mir treulich in bedrängten Zeiten zur beſſern und ſehr guten Er- nährung meines Rindviehes beygeſitanden, und ich habe auch für ausgemerztes und mit ihnen fettge- machtes Vieh manchen guten Thaler eingenommen.
Bey allen dieſen Vorzügen, die ich ihnen ſchul- digſt zugeſtehen muß, haben ſie dennoch einen böſen Verdacht bey mir erregt, wodurch, wenn er ge-


