Jahrgang 
1815
Seite
172
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Anfrage und angelegentliche Bitte an alle denkende Oekonomen und Thier- Aerzte, um Aufklärung über eine ganz eigene, vielleicht bisher nog wenig beobachtete Krankheit des Rindviehs.

Benn es eine ausgemachte Wahrheit iſt, die von keinen Oefonomen, ſo ſehr ſie ſonſten auch in ihren Meinungen über den Acker und deſſen Kultur ver- ſchieden denken, widerſprochen wird, daß, je mehr man ſeinen Acker zu düngen vermag, um ſo reich- haltiger wird der Ertrag des ihm anvertraueten Korns caeteris paribus ſeyn, und daß ſchon ein überflüſſiger Borrath davon vorhanden ſeyn muß, um nicht Gefahr zu laufen, einen von Natur nicht ſchon äußerſt fruchtbaren Boden, wie z., B. einen Marſchboden, zu überdüngen, ſo wird auch gewiß ein jeder nur irgend. tchätiger und auf ſein und ſei- nes Akers Wohl Bedacht nehmender Wirth eifrigſt dahin ſtreben, des Dunges ſoviel zu erhalten, als - ähm nur möglich iſt.

Daß die Auswürfe der Thiere dazu am mehrſien das Material hergeben müſſen, iſt eine bekannte Sache. Ein jeder vernünftiger Wirth muß daher alle Mühe anwenden, nicht nur ſo viele Thiere an- zuſchaffen als möglich/ ſondern es auch ſeine vor