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September ward der alte Rocken ausgeſäet und mit eiſernen Eggen ſcharf eingeegget, da der Acker ſehr abgetrocknet und borſtig war. Das den ganzen Herbſt über anhaltend trockne Wetter war dem Auflaufen dieſes mulſtrigen Rockens nicht günſtig z er ſiand traurig, ſtatt daß die nahe daran ſtoßende friſche Saat herrlich und kräftig ſtand, obgleich dieſe ſpäter und im friſchen Acker geſäet war.
Meine Freunde riethen mir, dieſe traurig ſtehende aufgelaufene Saat wieder umackern und aufs neue beſtellen zu laſſen, jedoch eine frühere Erfahrung hielt mich davon ab. Vor 4 Jahren ward ich durch Umtauſch von 6 Scheffeln Roggen, der ſehr mulſirig war, betrogen; ich beſtimmte die- ſen zu Schroot für die Schweine; aus Verſehen kömmt er mit auf den Saatacker, und mein Säer, in der Meinung, daß ich damit Verſuche machen will, ſäet ihn auf einer Stelle und bemerkt dieſen Plas. Er war dicht geſäet, etwa 60 Quadrat- ruthen auf den Noſtocker Scheffel. Anch dieſer ließ, ſpirrig, hatte aber nachhin herrliche große Aehren, ſo daß ich beſtimmt ward, ihn allein einzuſcheuern und ihn wieder auszuſaen. An Körnerzahl hatte ich damals keinen Verluſt, wohl aber an Stroh. Es wurden von dieſen 6 Scheffeln Ausſaat 42 Schfl. gedroſchen/ aber nur 23x Fuder Stroh eingefahren,


