Jahrgang 
1815
Seite
86
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der Frachtfarren, die gewöhnlich 2, 3 und auch 4 eiſerne Schenen neben einander haben, zu einer einzigen Feſten Maſſe zuſammengepreßt werden, die nicht verwittert, und der die ſtärkſte Friction nichts ſchadet. Der Regen, der auf den Weg fällt, ziehet nicht ein, ſondern fließet ſofort zu beyden Seiten ab. Senkt ſich ja irgendwo die Straße, ſo iſt man gleich mit einer großen Karre bey der Hand, fährt in die nächſte Koppel, und holt von jenen Granitſteinen herbey, welche ſofort geebnet werden. Da liegen an den Seiten keine Vorräthe von Stei- nen, wie in Deutſchland; da iſt keiner, welcher die von zermalineten Steinen herrührende Erde von der Straße wegbringt; da ſind keine Leute mit Hammern, die Steine entzwey ſchlagen. Des- halb haben auch dieſe Straßen feine Aehnlichfeit mit den deutſchen, und eben ſo wenig.mit den alt- römiſchen Straßen, der via appia, powpejana 1. ſ:w. Damit ja keinem eine Hand breit von ſeinem cul- tivirten Grundſtücke genommen werden'mögte, legte man die Straße grade dahin, wo vorhin der Weg hinging, und nur hin und wieder, vorzüglich in den mit Farrenkraut bewachſenen Heiden haben ſie eine grade Richtung.

Neben und unmittelbar an der Straße ſtehen ganz kleine Häuſer, oft mit Rohr gedeckt, ſo klein wie die Kathen unſrer Güter nie ſind, aber mit