Jahrgang 
1815
Seite
85
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tichts'Schöneres, aber auch zugleich nichts Kunſi- loſeves ſehen/ als dieſe Kunſiſtraßen der Engländer, von denen man ſich auch bey uns eine irvige Vor- ſiellungy macht, weil ſich niemand die Mühe gegeben hat, zuzuſehen, wie ſie gemacht werden.

Faſt. überall, wo nicht Kalch oder Kreide den Untergrund in England bildet, ſtehen kleine Grauit- Steittevon der Größeeiner Wallnuß, mit Feuer- ſieinen' untermiſchty welche mit einer gelben klebe- richten" Oker- Erde überzogen ſind. Hiervon habe ich faſt valley Orten 15= 6 Fuß tiefe Gruben zum Theil.in.den bebaueten Koppeln gefunden. Dieſe Granitſieine) werden'auf der Stelle, wo eine Kunſi- ſtraße angelegt werden ſoll, ſo hoch hingefahren, bis eine Wölbung= Convexität'=- gebildet iſt. Da findet! man an den Seiten keine Gräben, wie in Deutſchland,(denn: der Graben an der Kunſi- ſwaßehat ſein nach der Straße hin gerichtete Ufer verlohren, mithin bildet er bloß einen Abhang) auch keinen Sommer- und Winterweg, wie im Paderborniſchen, noch weniger, oder doch nur ſehr ſelten, gradlinigte: Wege= meiſtens auch nuvſo breit, daß ſich eben zwey Wagen ausweichen können, und doch findet man nirgends. eine Gleiſe in dem Wege; dieſes kömmt daher; weil jene fleinenw Granitſteine ſich: mittelſt ihres Kitts feſt an einander binden; und durch die breiten Felgen