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So unglücklich der Zuſtand des Bauern auch war, wenn für ſeinen Dienſt kein anderes Maaß war, als die Möglichfeit ſeines Beſtandes, ſo ſchien doch die precäre Exiſtenz deſſelben eine Gefährde/, ja eine Ungerechtigkeit zu enthalten. Man beſorgte freylich, wie die Erfahrung gelehrt hat; ohne Grund, Verminderung der Polkszahl und Verar- mung des Landes/ da doch nur Verſchuldung» ſo ivie Berſchuldbarkeit aus der Legung“SN... erfolgte, und ward bey der UngemeſſetfMit der Dienſte die rechtliche Wirkung der Meliorationen in den Geſeßen nicht hervorgehoben vermuthlich/ um feine Saite zu berühren, die zu großen Ver- wickelungen führen konnte.
Jekt ſehen wir aus dieſen Grundlagen den Zu- ſtand der Bauern hervorgegangen. Die hohe Came? mer hat ihre Bauern und Dorfſchaften größten- theils behalten, und den Zuſtand derſelben dadurch fixirt, daß, bis auf einige beſtimmte Dienſte, der größte Theil zu Gelde angeſchlagen, als Pacht- ſumme auf die Höfe gelegt worden. Der Adel und die ſiädtiſchen Oefonomien haben nur noch wenige Bauern. Die hohe Regierung hat die Legung der Bauern unter dem Bedinge zugeſtanden/, daß verkleinerte Wirthe, nach dem Weſen unter-
Dienſt aufgehört hat, Zwe der ökonomiſchen Ein- richtungen zu ſeyn. A. d. Verf.


