Saen hat das Publikum von' der bereitwil- ligen Güte dieſes raſtlos thätigen Beförderers der practiſchen Landwirthſchaft ebenfalls zu offen.
? Nas ich in der lezten Vorrede über Indü- ſtrie-Schulen auf dem Lände bemerkte, das bringe ich edlen Menſchenfreunden rec<t an- gelegentlich wieder in Erinnerung. Wie gern unſre erhabene Landesherrſchaft ausführbare Vorſchläge dieſer Art begünſtigt, davon iſt die, mit dem Anfange dieſes Jahres neu errichtete Mädchen- Jndüſtrie-Schule in Ludwägsluſt, ein neuer Beweis.;
Freilich iſt es nun einmal das traurige 8008 dieſes Erdenlebens, daß bey Gegenſtänden dieſer Art ſich gewöhnlich die mehrſten Hinderniſſe ent- gegenſtemmen. Manche anderweitige Unterneh- mung, ſo ſchr ſie auch oft ins Große gehen mag, gelingt über Erwarten. Sie gewinnt Theil- nehmer und. kaum gehofteUnterſtüßungen, weil ſie eine größere Fülle erwünſchter Genüſſe und irrdiſcher Annehmlichkeiten verſpricht; oft auch nur darum, weil ſie der menſchlichen Eitelfeit ſchmeichelt. Ungleich ſc<werer ſindhingegen dann die ndthigen Hülfsmittel aufzufinden, wenn An- ſtalten, die den höhern Zwe des menſchlichen Daſeyns: Menſc<en-Bildung und Men- ſc<en- Veredlung betreffen, zur Frage kom- men*). I< fürchte niht, mich einer Mißdeu- tung auszuſeßen, wenn ich es wage, mit einer
2) Wie ſelten werden ſich unter unſern Reichen ſol<e Männer finden, wie der vortrefliche Brömſe in NRo- ſto>. Er gab aus ſeinen eigenen Mitteln ein Kapital von zwanzig tauſend Thaler, um die in Ver= fall gerathene. Stadtſchule wieder empor'zu helfen.


