Jahrgang 
2 (1811)
Seite
226
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Gefäße ſelbſt zu ſuchen, ſondern man glaubt vielmehr, daß die Urſache bald in dem Getraide, bald im Waſſer, bald in den Hefen oder Gährungsmitteln liegen müſſe, vder daß ein Fehler in- der Behandlung der Maiſche beym Einmachen, oder im Aufbrennen und Abkühlen vorgegan»- gen ſey, weil die Erfahrung gelehrt hat/ daß eine gute Gährung von allen dieſen Dingen mit abhängt; oder man vermuthet wohl gar, daß ein Poſſen, der. von irgend einem böſen Menſchen geſpielet worden, die Schuld ſey; am allerwenigſten glaubt man auch darum den Grund in dem Gefäße ſuchen zu müſſen, weil es ſich zuweilen von ſelbſt wieder in eine gute Gährung einrichtet, ohne daß man weiß, worin der Fehler eigentlich gelegen hatte, und| weil es zuweilen in Werkſtätten glücklich von ſtatten gehet,* in denen die- Geſchäfte mit weit weniger Ordnung und Genauigkeit betrieben werden, und weil man überhaupt nicht glaubt, daß die Diepoſition des Gefäßes einen ſo mächtigen Einfluß auf die Gährung haben könne, und daß das Gefäß ſo leicht ſeinen guten Ton- verlieren kann, Hierzu kommt noch die Verlegenheit und der Mißmuth, in den man durch einen unglücklichen Gang in den Gäh» rungegeſchäften geſekßt wird, weil ſolc<e Vorfälle allemal mit beträchtlichem Schaden verknüpft ſind, der ſich in großen Werkſtätten bald in die Tauſende beläuft, und einen Geſchäftführenden muthlos macht, daß er ſelbſt nicht weiß, was er anfangen und welchen Verſuch er machen foll, um nicht noch größern Verluſt zu haben. I< habe diefe Erfahrungen alle ſelbſt machen müſſen, ohngeachtet Gährungsgeſchäfte nie mein Haupterwerb, ſondern bloß Nebenſache und Lieblingsneigung geweſen ift. Mein erſter