Jahrgang 
2 (1809)
Seite
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oder ſich auf der Oberfläche des Waſſers befindet, klärt man das Waſſer einigemal ab, uzd rührt die Körner um, ſo oft friſches Waſſer darauf gegoſſen iſt, worauf der Schleim ſich wieder auf der Oberfläche des Waſſers ſamms» let 3 man gießt dies abermals ab, und wiederholt dies Auf- und Abgießen ſo lange, bis das Waſſer völlig klar iſt, und man die auf den Boden befindlichen Körner durch das klare Waſſer ſehen kann.

Wenn man das Waſſer ſo rein als möglich von die- ſen Körnern abgegoſſen hat, werden ſolche auf eine flache Schüſſel oder auf einen Teller gethan, ſodann, nachdem ſie möglichſt dünne auseinander gebreitet ſind, an einen ſonnenwarmen Ort, oder in ein mäßig warmes Zimmer geſeßt, wo ſie nach und nach tronen 3 eine ſtarke Ofens hiße würde den Keim der Körner zerſtören. Da ſich'noch immer etwas Schleim an den Körnern befindet, ſo muß man den zuſammenklebenden Saamen mit den Fingern augeinander veiben. Wenn der Saame völlig trocken iſt, welches man daraus abnimmt, wenn die Körner nicht mehr zuſammenhängen, auch nicht mehr an den Fingern kleben bleiben, ſo ſchüttet man denſelben in einen Beutel oder hölzernen Kaſten und bewahrt dieſen an einem trof» kenen Orte, bis zur Zeit, wo man ihn ſäen will.

Im Monat April bereitet man ein im Herbſte oder Winter ſchon gedüngtes Stück Land von beliebiger Größe, je nachdem man mehr oder weniger ſäen will. Dieſes Land wird kurz gegraben, d. h. man macht kleine Spa» tenſtiche, ſchlägt alle Erdklöße ganz klein, reinigt es von allem Unfraute, beſonders von Graswurzeln, und der-

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