Jahrgang 
2 (1809)
Seite
238
Einzelbild herunterladen

238

ger genauern Beſtimmungen, auf die mich ſorgfältige | Erfahrungen gebracht haben, indem ich ſeit mehrern j| Jahren in meinem' großen Garten Kartoffeln bloß aus | den Saamen und den Keimen ziehe. Auf dieſe beyden | Punkte wünſchte ich daher in dieſem Auffaße noch mehr j'| die Aufmerkſamkeit der dabey intereſſirten Landwirthe zu ziehen, und ich werde daher jeden einzelnen Punkt ſo deutlich als möglich zu behandeln ſuchen.

1. Vom Säen des Kartoffelſaamens.

Man ſamnilet die an dem Kartoffelkraute nach den Abblühen ſich bildenden grünen Aepfel, wenn ſie anfan» gen etwas gelb zu werden, etwa im Monat September, legt dieſelben auf ein Brett, ſeßt ſie an einen ſonnen» warmen Ort, und läßt ſie ſo nachreifen. Sie werden zu- leßt ganz blaßgelb, weich und riechen ſchr gut.

Um den Sgamen aus dieſen Aepfeln zu- erhalten, nimmt man eine mit Waſſer angefüllte Schüſſel. Zn dieſe hält man mit der linken Hand einen Durchſchlag,

| legt darin eine Handvoll Aepfel, zerdrückt mit der rech» ten Hand jeden einzelnen, taucht den Durchſchlag ins Waſſer, wo ſich denn die Saamenkörner auf den Boden der Schüſſel niederſenken. Dies wiederholt man ſo lan» ge, bis alle Aepfel zerquetſcht ſind, und kein Saamen mehr darin iſt. Die Schaalen kann man den Schweinen geben, welche ſie gern freſſen.

Um die Körner von allem Schleime zu reinigen, wel» <er etwa mit ihnen durch den Durchſchlag gegangen iſt,