8
y
EIT TTEZZEENNÖN
„ = L
P
TT|
2
bereits entwi&elten Pflanze bemerkt. Ich ſchwängerte deſtillirtes Waſſer mit oxydirt- falzſaurem Dunſt, und wandte theils die völlig damit geſättigte Flüſſigkeit, theils dieſe mit dem doppelten und einfachen Gewichte an Waſ- ſer verdünnt, an. Zu meinen Verſuchen brauchte ich Kreſ» ſenſaamen.(Lepidium ſalivyum); ich ſäete denſelben in Sand und Torf, welche mit Salzſäure angefeuchtet wur- den; zugleich wurde Kreſſenſaamen'auf mit bloßem Waſ? ſer benelzten Sand und Torf geſäet, um als Verglei? <ungsverſuch zu dienen. Alle Apparate wurden übrigens denſelben Bedingungen äusgeſekt.
Die Saamenkörner ,' welche mit Salzſäure benekßt wurden, keimten ungleich geſchwinder, als diejenigen, welche bloß, Waſſer erhielten. Die Keime der erſtern ka- men 8= 15= 24 Stunden früher zum Vorſchein, wie die der lekßtern, je nächdem ich die ſtarke, oder die mit Waſſer. verdünnte Säure anwandte. Je ſtärker die Säure war, und je öfter: die Saamenkörner damit bes neßt wurden, deſto ſchneller wurde der Keim hervorge» trieben. Auch bey ihrem erſten Wachsthum zeichneten ſie ſich dann. vorzüglich aus; die Keime gelangten innerhalb 9 bis 12 Stunden zu einer Länge von 6 Linien, während welcher Zeit die mit der ſehr verdünnten Säure benekten nur 3 Linien, und die mit bloßem Waſſer begoſjenen eine halbe Linie hervorgetreten ware.
Wenn die Keime der mit Salzſäure beneßten Saa» menkörner die Länge von 6 Linien erhalten hatten, ſo nahm ihr Wachsthum in dem Maaße ab, wie es vorher zuge» nommen hatte; die mit ſtarker Säure befeuchteten wur»


