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brennender vegetabiliſcher Körper. Ein Theil deſſelben. gab bey ſeiner Verkohlung, in einem verſchloſſenen Gefäße, beynahe+ Kohle.;
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Aus der Kalilauge, womit der ſchwarze Staub ge» Xocht war, ſchlug, nachdem ſie durch Säuren neutrali» ſirt und die thieriſche Subſtanz abgeſchieden war, Kalk» waſſer phosphorſauren Kalk nieder.
Aus dieſen Verſuchen ergiebt ſich, daß der Staub des Roſtes kein Amylum enthälte, daß er vielmehr aus einer thieriſchen Materie, einem der Kohle ähnlichen Körper und freyer Phosphorſäure zuſammengeſet ſey.
Die Beſchaffenheit dieſer Beſtandtheile zeigt hinläng? lich, daß ihre Bildung nicht unter der Bothmäßigkeit der vegetabiliſchen Lebenskraft vor ſich ging,'daß dage? gen die natürliche Verwandtſchaftskraft der Urſioffe, ſo wie der Einfluß der Atmosphäre ſie erzeugen half. Die in den Fruchtorganen befindliche« Lebensenergie war, zu ſchwach, um ſich dieſen Potenzen zu widerſeßen, und die dem Fruchtboden zuſtrömenden Materiale zur Bil- dung des Korns folgten nicht ihr, ſondern jenen.. Die
vegetabiliſche Materie, aus- welcher das Stärkemehl, der Schleim und die ſüße Subſtanz gebildet werden ſollten, erlitt theils durch innere Gährung, theils durch die Ein» wirkung des atmosphäriſchen Sauerſtofſs eine ſehr ſtarke, ihrer Beſtimmung nicht entſprechende, Veränderung. Durch letztere beſonders wurde ihr Waſſerſtoff entzogen,
wodurch der Kohlenſtoff prädominirend, und ſie in einem der


