Jahrgang 
2 (1804)
Seite
487
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Niederſchläge hervor. Die mit Ammonium geſättigte und durchgeſeihete ſalzſaure Auflöſung, wärd durch kohlenſaures Natrum nicht getrübt. Die granititche Pflanzenerde enthält alſo gar keinen Kalk, welches mir äußerſt merkwürdig zu ſeyn ſcheint, da er ſich ſo reiche lich in der Aſche dieſer Pflanzenerde befindet.

Die Pflanzenerde vom Breven ſchien bei genaue- rer Unterſuchung, mit Theilchen der Steinart gemengt zu ſeyn, woraus der Felſen dieſes Gebirges beſteht. Zu meiner vorhabenden Unterſuchung, mußte ſie von allen fremden Körpern frei ſeyn. Darch öfteres Aus- waſchen ſchied ich 0,34 Theile Sand ab 9). Die zu» rückbleibenden 0,76 Theile, zeigten unter der Lupe noch etwas Glimmer, wovon ich die Erde aber unmöglich befreien konnte.

Hundert Theile dieſer ausgewaſchenen Erde, in einem Porcellantiegel verbrannt, ließen 47,3 Theile Aſche zurüF. Dieſe(9,25 Grammen) wurden mit 900 Grammen deſtillirten Waſſers aufgeko<ht. Die filtrirte Flüſſigkeit ward bis auf den neunten Theil ab» gedampft, und mit gefärbten Papieren, kleeſaurem Ka» li, ſalpeterſaurem Sitber, eſſigſourem Baryt, äßendem und kohlenſauren Ammonium geprüft. Nur kleeſau- res Kali und ſalpeterſaures Silber, bewirkten ganz ſchwache Wolken, deren Gewicht nicht beſtimmt werden konnte. Die getro>nete Aſche gab nach dem Abkochen im Waſſer ihr voriges Gewicht wieder. Aeußerſt merk»

*) Hundert Theile dieſer vom Sand gereinigten Pflanzen? erde, fonnten gerade hundert Theile Waſſer faſſen.