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Bruchſtücde
aus den
Vorleſungen des Herausgebers, Jahrgang 1810,|;
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Wertheſte Herren! Laſſen Sie uns hier etwas ver- weilen, um zu betrachten, was ſich aus den Blicken, die wir auf die Geſchichte des Landbaues geworfen haben, zu unſerm Zweeke Merkwürdiges ergeben mag. Wie wir hier zu unſerer landwirthſchaftlichen Aufgabe hintraten/ ſo gingen wir von der Behaup- tung aus:„es gebe keine Tugend des einzelnen Men- » ſchen/ feinen Vorzug der Geſellſchaft, woraus im „landwirthſchaftlichen- Spielraume nicht wohlthätige » Folgen entſprängen; und es gebe da gleichfalls kei- „nen Mangel, feine Verirrung/ keinen Fehler ein- » zelner Menſchen noch ganzer Geſellſchaften/ die in » dieſem Wirkungskreiſe nicht Milderung mit Zurecht- „weiſung und Beſſerung fänden, indem jedem Ge- „brechen hier die Strafe auf dem Fuße folgt.“ Fudem wir die Bedinge und Hauptbeſtandtheile kräftiger und würdiger menſchlicher Charaftere im Detail ins Auge faßten/ fanden wir/ daß die Anlage dazu nirgends beſſer wie beim Landbau entwickelt


