Luftwechſel auf Schiffe zu verſchaffen. 5
Füllt man nun das Gefaß ABCD mit Waſſer und ſchiebt die Glocke NOPN, vermittelſt des Griſſes NN, oder der Seile NQ, NR, darinnen auf und nieder: ſo dringt die Luſt beym Erheben, durch das eine Wentil M hinein, und wird beym Miederſenken durch das andre N hinaus getrieben. Solchergeſtalt wird allemal ſo viel Luft abgewechſelt als die Glocke NOPN enthält. Dieſe Vorrichtung kann im Kleinern mit jedem Gefäße das man bey der Hand hat, bewerkſtelligt werden, wozu man nur einen Waſſereymer nöthig hat. Im Großen läßt ſie ſich auf Schiffen mit noch) weniger Umſtänden folgendergeſtalt bewerkſtelligen:
Die Glocke NOPN, wird in Geſtalt eines großen Sacks von dichten Seegeltuche gemachtz wenn dieſes naß wird, hält.es zulänglich Luft zu gegenwärtiger Ab-- ſicht. Der Sack, welcher an einem Ende offen iſt, wird wie ein Fiſchbeinro> über einige Reifen geſpannt, die ihn hindern von dem geringen Drucke der Luſt, welcher den leichten und großen Ventilen gemäß iſt, zuſammen zu fallen, am untern Ende beſchwert man ihn mit Bley, daß er ſchnell genug im Waſſer ſinkt. Oben, wird er doppelt gemacht und mit eingenähten Schnuren verſtärkt. Mitten an ihm, wird eine Hülſe von Kupfer befeſtigt, die man mit Boy, Frieß, Hutfilz, und dergleichen füt« tert, damit ſie an der Luftröhre leicht auf und nieder geht. Das übrige iſt einerley mit dem Modelle, welches der Königl. Akademie iſt übergeben worden, wenn man nicht um leichterer Bewerkſtelligung willen, die nieder- gehende Röhre, von Leder, wie einen Puderpüſter, mit eingeſeßten Ringen machen will. Zum Geſtelle der gan- zen Maſchine, wird ein Sto>-oder Balken vom Schiffe heraus gelegt, dvdarinnen die Querröhre LM mit den Ventilen befeſtigt wird. Dieſer Balken-hat zwo Rol- len, über welche die Seile N Q, NR, ins Schiff hinein geleitet werden, Ein einziger Mann zieht dieſe Seile,
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