Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1779
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4 Dreyßigjährige Beobachtungen

"Aerndte. Während dieſer Zeit iſt die Luft allerley Aende- rungen unterworfen, die meiſt jährlich abwechſeln. Alſo muß main Beobachtungen mehrerer Jahre haben, ehe ſich daraus was für den Aerbau ſchlieſſen läßt.

In dieſer Abſicht theile ich dreyßigjährige Beobach-' tungen mit, die auf meinem Gute, zwiſchen Upſala und Stoholm angeſtellt ſind. Man kann dieſe mit den upſa-| liſchen Witterungsbeobachtungen, als den nächſten, ver- gleichen.-

CG. 2. Meine Saatfelder ſind hüglicht, ſie beſtehen aus kleinen Bergen, zwiſchen denen die Aecker liegen. Das Erdreich iſt ſtarke Thonerde, höher hinauf an den Bergen etwas mit Sand und Kieſeln vermengt, je weiter es aber von dieſen Höhen iſt, deſto reiner von Kieſeln, ob es gleich noch ein wenig Sand enthalten mag. Unter dieſer Acker- erde Indet ſich Thongrund und in niedrigern Steinäcern weiſſer Thon, unter welchen Thonarten, am Ablaufe der Höhen, zulänglich röthlicher Thonmergel zu finden iſt, den die Landleute rothen Thon nennen, 3 Elle oder'x Tiefe. Je weiter man von den Berghöhen kömmt, deſto tiefer liege der Mergel, ſchichtweiſe mit Thon. Alſo iſt die Erd- art eine der beſten und ſtärkſten zum Aer, erfordert aber genaue Aufmerkſamkeit gepflügt-zu werden, wenn ſie dazu geſchicft iſt.:

Die Beſchaffenheit des Akers muß ich erwähnen, weil,- andre'Beyſpiele zu verſchweigen, 1771 und 72 an vielen, auch zunächſt angränzenden Orten, gänzlicher Mißwachs einfiel, manche andre Jahre aber weniger trügen, da gleich- falls bi» hieſigen Acer etwas abgenommen haben, wie die Boobachtungen zeigen, obgleich auch auf meinem Gute dieſe Zahre ſehr ſtarke Verminderung im Ertrage war, doch it dieſe nicht mit dem Verluſte zu vergleichen, der - ſ.) auf unſern Sandfeldern, Waldlande u, dgl. ereignete.

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