Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1765
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die Länge zur See zu finden. 5

Auf Veranlaſſung dieſer Acte, fieng Johann Harvi- ſon, der zu Barrow in Lincoln, unweit Barton am Hum« berfluſſe, wohnte, an Verbeſſerung der Uhren zu arbeiten an. Sein Vater war ein Zimmermeiſter und Tiſchler ge- weſen, und der Sohn arbeitete in ſeiner Jugend mit dem Vater in Holze; bey welcher Gelegenheit er allerley Eigen« ſchaften mancher Gattungen Holz kennen lernte, die ſich zu Uhrwerken anwenden ließen. An ſeiner Pendeluhr mach- te er die Axen der Räder von Meſſing, und ließ ſie in Holz gehen, wobey wenig Friction bemerkt wurde, ob gleich fein Oel gebraucht ward. Statt der Zähne an den Getrie«- ben brauchte er kleine hohle Rollen an feinen Axen, wele <e gute Wirkung thaten, und er erfand auch eine neue Auswechſelung für das Pendulum, wo keine Friction ſtakk fand. Nachgehends wandte er ſeine Gedanfen auf die Aenderung der Pendelſtange durch Wärme und Kälte, und ſeßte eine Stange in Form eines Roſtes von Meſſing und Stahl zuſammen, ſo, daß dieſe Metalle, indem ſie ſich ausdehnten oder zuſammenzogen, jedes des andern Wirkung, die 2änge des Penduls zu verändern, aufhob*. Im Jahre 1726 hatte er zwo Uhren gemacht, die in einem ganzen Monate nicht eine Secunde von einander unter«- ſchieden waren, welches zeigt, wie richtig beyde giengen, Eine davon hat er für ſich behalten, und vermöge aſtrono- miſcher Beobachtungen hat ſich gefunden, daß ſelbige in zehn Jahren' ihren Gang nicht um eine Minute ändert, welches nur ſe<s Secunden Fehler in einem ganzen Jah«

re giebt, A 3 Harriſon

« Zarriſons Zuſammenſeßung der Pendelſtange ward nach dieſem vom Grabam gebraucht, und weil ſie noch von kei- nem Schriftſteller erklärt iſt, habe ich ihre rechte Beſchaffen- beit in meinen Vorleſungen gewieſen. Anm der Grundſ.

Zarriſons Zuſammenſeßung wird vom de la Lände be- ſchrieben; Aßronomie, art. 1921. ſviv,] Köſiner.