332 Bon der Mondfinſterniß 1761,
wißheit angeben, weil um dieſe Jahreszeit ſo weit nach Morden ſelbſt, noch um Mitternacht lichter Tag iſt. Um 1 Uhr, 4 Min, gieng es zur gänzlichen Verfinſterung, und da verſchwand der Mond völlig vielen Zuſchauern, die ein ſchwaches Geſicht hatten, und die Finſterniß nur mit bloßen Augen ſahen. Um 11 Uhr, 4 Min. 20 Sec. ward ver Mond ganz unſichtbar, auch den ſcharfſichtigſten: und gleich darauf denen, welche durch die kleinen Fernröhre
- von 1 bis 2 Fuß lang ſahen. Aber da ich mich eines Fernrohres von 8 Fuß bediente,(länger brauchte ich es das mal nicht) ſo bemerkte ich noch des Mondes ſchmalen, aber lichten Ring bis u Uhr, 5 Min. 20 Sec., da er denn recht plößlich gänzlich verloſchen, und der Mond nachgehends ſo vollfommen unſichtbar ward, daß ſich nicht das geringſte Merkmaal ſeiner Stelle am Himmel zeigete,
Es way noch ſo licht vom Tage, daß man erſt um Mitternacht einige der größten Steine mit bloßen Augen ſehen konnte. Die Sonne war nur 4 Grad unter dem Ho- rizonte von Torne, und der Mond ungefähr eben ſo hoch darüber erhaben.
Um 12 Uhr, 43 Min. 5 Sec. ward er wieder zuerſt den bloßen Augen ſichtbar: Aber nach ſeiner damaligen Größe, mit dem gänzlichen Eintritte verglichen, ſchien es nur, er wäre gewiß eine oder wohl mehr Minuten zuvor im Fernrohre geſehen worden, wenn es gelungen wäre, die - Fernröhre, welche auf der parallactiſchen Maſchine lagen, fo zu richten, daß ſich der ſo lange verlorne Mond gleich in ihnen befunden hätte,
Nachgehends ward der Himmel immer trüber und trüber, und am ſüdweſtlichen Horizonte wölkicht, daß nichts mehr von der Verſinſterung in Acht zu nehmen war.
Das Sonderbarſte, und was eine Bemerkung zu verdienen ſcheint, war, daß der Mond zu Stockholm nicht '* länger
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