Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1746
Seite
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324 Anmerkungen über So Soo SOR KSE KENO KE SOE ZIE IE rho MO Os Hohe IEs EX:

Unterſuchungen und Anmerkungen,

flüchtige kaliſche Salz betreffend/

voin Georg Brandt.

Fofanntermaßen findet ſich im Thierreiche flüchtige kaliſche Salze, wie auch im Pflanzenreiche, die einen

LF ſo ſcharfen Geruch und Schmerzen in den Augen verurſachen, wenn ſie geſtoßen öder gerieben werden, daß ſie Nieſen erwecken und Thränen äuspreſſen. Daß aber Thon

ſolches Salz enthalte, iſt nicht ſo allgemein bekannt, Bey|

der Gelegenheit, da ich verſchiedene Erd=und Thonarten ut» terſuchet habe, zu finden, welche mehr oder weniger taugeten, daß man ſie ſtatt'Bolus bräuchete, ſie mit Salzen zu ver» mengen, und dadurch ſaure Geiſter überzutreiben, habe ich

erfahren, daß ſowohl franzöſiſcher, als ſchwediſcher und born»|'

holmiſcher, auch andeter Thon, allemal ein flüchtiges kaliſches Salz von ſich giebt. Als ich Kochſalz damit vermengete, einen Salzgeiſt überzutreiben, habe ich am Ende allemal ein Salmiak im Halſe der Retorte wie einen Stöpſel ſißend gefunden. Ein ſolches Salz hat ſich auch am Boden der

Vorlage, als dahin getrieben und in einer weißen Haut lie-|

gend, gewieſen, die ſich ſv daran feſt.gehangen hatte, daß ſie ſich manchmal mit Mühe abwaſchen ließ, Daher kam es auch, daß ein ſolchergeſtalt zubereiteter Salzgeiſt allezeit im

Anfange trübe war, und durch vierfaches feines und dichtes,

Seihepapier drey und mehrmal mußte gelaſſen werden, da» bey man ihn jedesmal einige Zeit mußte ſtehen laſſen, ſeine Unreinigkeit zu ſeßen, bis er gehörige Klarheit und Farbe

. befam. 3 Daß