Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1746
Seite
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wegen gebrochener Dächer. 323

die ihr Abſehen auf das Dach von der Frau Gräfinn Fer- ſens Hauſe haben, ſolchem am nächſten kommen, und in An« ſehung deſſen, was die Verbindung chun muß, ebenſo be- ſchaffen ſind. Gleichfalls erfodere das Dach im dritten Beyſpiele, welches ein Theil eines Zwölfeckes ausmachet, daß es die Verbindung unterſtüßet, und giebt feine unbequeme Figur, für die Gewichte von dieſen Arten Bauzeuges zu Dächern, ob es wohl noch eine geringere Verhältniß dazwi- ſchen erfordert. Würde aber ein Dach von einem halben Achte&e, mit Eiſenplatten und Dachziegeln gedeet, ſo fände ſich aus dem erſten Exempel, daß es Verbindungen erfor- dert, die mehr binden, als ſtüßenz. und von eben der Art müſſen alle Verbindungen ſeyn, die durchgängig när einerley Art Bede&ung, Ziegel oder Eiſen haben,

Den 19 Chriſtm, 1747.

Dieſe Abhandlung veranlaſſete den Zerrn Ober- intendanten Härlemann 3u erinnern, was für ein Un- terſchied zwiſchen der Befeſtigung des Daches wäre, die man hier zuLande bey ſteinernen Sguſern braucht, und zwiſchen der franzöſiſchen, und was für Vor- zug jene vor dieſer hätte. Jn Frankreich zapfe man die Sparren und Stuhlſäulen(ſtödband) in die Balken ſelbſt ein, wie die eine Seite der 6 Fitz. wei ſet; hier aber werde über die Balken mit Ziegeln gemauert, und in die darein gehörig gelegte Rlözzer zapfe man die Sparren und Stuhlſäulen ein, wo- dur) man nicht allein dem Sebler entgebe, die Bals ken durch das Einzapfen zu ſchwächen, ſondern das Feuer könne auch, wenn ein Brand entſteht, nicht ſo leicht in die Balken dringen.

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