Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1759
Seite
18
Einzelbild herunterladen

18 Geſchichte von den Arten der Potaſche,

G. 22- Zu Saflorfarben iſt eine gute Potaſche' von N. 8. oder cendre gravellde N. 5. nothig. In deren Er- mangelung fann man ſich ſelbſt leicht dreßdner Salz oder weißen Fluß machen, weil die Koſten dazu ſo wenig be- tragen, daß ſie bey dieſen tcheuern Farben keinen merkli- <en Theil ausmachen.

9. 23. Das Berlinerblau zu verfertigen, brauchen unſere Arbeiter Salpeter, welches daher bekannt iſt, weil man ihn dazu vom K. Kriegsamte verlangt. Der Sal- peter wird zu dieſer Arbeit mit Fettigkeit verpuft, und der laugenſalzichte Theil allein gebraucht, Er leiſtet da- bey feinen andern Dienſt, als die Potaſche, N. 5. 6. 8. fönnte, aber er vermehret gar ſehr die Koſten bey dieſer Farbe, die ohnedem ſchon theuer genug iſt. Das beſte Taugenſalz zum Berlinerblau iſt Sode, und Rocchette N. 30. 12. Dieſes Laugenſalz giebt einen guten Theil Berli- nerblau, ohne einige vorhergegangene Bereitung, und de- ſtomehr, wenn die Sode auf die gewöhnliche Art mit Blute bereitet wird. Derjenige, der jemanden weiß oder kennet, der Berlinerblau zubereitet, thäte wohl, zu ei- nem Verſuche mit der Sode zu rathen. Der Verferti- ger findet gewiß ſeine Vortheile dabey, ſowohl als der Käufer und das gemeine Weſen. Diejenigen, welche den Salpeter mit Weinſtein, oder einer andern Fettigkeit ab- brennen, ehe er mit dem rechten Znſaße vom Blute ver- mengt wird, können ſo viel als das weiße Salz beträgt, das nac) Abbrennung des Salpeters übrig btleibt, ſtatt dieſes Salzes von Sode oder Rocchette nehmen, welche leßte auch jeder ſelbſt, wie N. 12, ſelbſt zubereiten kann z dazu kann das Blut gemengt werden, und denn kann man damit auf die gewöhnliche Weiſe verfahren.

6. 240 Zum Schmelzen des blauen Glaſes, der Smalte, braucht man bey den Koboldwerken, Potaſche, N. 8. welche bey Schneeberg in Sachſen, auf den Ko- boldhütten von N. 7, verfertiget wird; anderswo fauft man