Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1759
Seite
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8 Geſchichte von den Arten der Potaſche,

curius ſubtimyatus weiß gefället hat(den feuerbeſtändiges Laugenſalz ſonſtoth niederſchlägt) dieſes iſt ein Zeichen daß viel fremdes SaſfFingemiſcht iſt, welches dieſe Potaſche ziemlich unbrauchbar macht, Der Herr Oberdirector Fatz- ggot hat bemerket, daß die ſchwediſche Potaſche von dieſer Art N. 8. ohngefähr anderthalbmal ſo viel fremdes Salz, als 2augenſalz von N. 4. enthält; nämlich wie 10:62, wel= hes nach des Heren Oberdirecteurs hydroſtatiſchen Verſu- <hen gegen das ganze Gewicht beyder Arten, nur x in der leßtern, gegen die erſte beträgt, oder wie 3, 46:10, 00. Dieſe fremde Salze können von folgenden Urſachen herrüh- ren a), von dem Salze ſelbſt, aus dem die Aſche gebrannt wird, b) von der Erde, die man zuweilen zur Verfälſchung unter N. 3. braucht, und am meiſten Fann c) das Waſſer, mit dem. die Lauge gemacht wird, etwas Salz enthalten, Auch trägt d) das Kochſalz etwas zur leichten Calcination bey, dergeſtalt, daß es das Schmelzen bey der Calcina- tion, nicht wie einige glauben, befördert, ſondern hindert. Dieſes ſieht man leicht, wenn man eine Lauge von reiner Birkenaſche mit Waſſer aus dem Mälar machet, das vom Aufſteigen des Meeres etwas geſalzeniſt,und wenn man nach- gehends, eben dieſe Lauge zu erhalten, ungeſalzenes Waſſer aus den Landſeen nimmt', da findet man denn, daß das Salz, das aus der leßten Lauge verſotten wird, in dem Ge- fäße ſelbſt, in dem man es verſiedet, wie ein Del fließt ohne zu glühen 3; das aber von der erſten Lauge wird glühend, Hält ſich tro>en, und iſt leicht weißzu calciniren. Wenn ſich ein Potaſchenraffinirwerk eines ſolchen Vortheils bedie net, ſo iſt die wirkliche Potaſche ſchädlich. Dig fremden Salze davon abzuſondern, iſt wohl das Anſchießen in Cry- ſtallen das ſicherſte Mittel, aber man hat zu befürchten, daß dieſe Arbeit zu hoch kömmt, weil die Potaſche von neuem muß verſotten werden 3 und weil eine gute Potaſche von die- ſer Art, allzeit zu der Abſicht, dazu man ſie gebraucht hat, dienlich geweſen iſt, ohne eine ſolche Arbeit dabey anzuwen- den;