Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1763
Seite
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mit Seidenbande von unterſchiedl. Farbe. 35x

verneinten Zuſtande geſchickt gemacht, der Unterſchied zwiſchen dem geriebenen und reibenden Körper wird ge- ringer, und ſo muß die Kraft geſchwächt werden.

Wird der Unterſchied zwiſchen den Körpern vermehret, ſo muß nach dem entg2gengeſcßten Saße die Kraft zu- nehmen, Dieſes wird unter andern durch einen beſondern Verſuch beſtärfet, daß Glasröhren mit gewächſiem wollenen Zeuge gerieben, ſtärfere Eleftricität- geben, als wenn man Wolle allein braucht. Beym Reiben wird die Wolle bejaht und das Wachs verneinet, ſolchergeſtalt wird von gewächſter Wolle ein Körper, der. mehr zum ver«- neintfen Zuſtande geneigt iſt,- als die Wolle allein, und folglich iſt der Unterſchied zwiſchen Glas und gewächſter Wolle größer, als zwiſchen Glas und Wolle. Mehr der- gleichen übergehe ich.

22, Die Wärme iſt wirklich ein Umſtand, den die Elektriſirer bisher zu wenig in Betrachtung gezogen haben, ob wir gleich) immer finden, daß ſie allein zulänglich iſt, die Schlüſſe zu verändern, wenn von der Gattung der Elektri- cität die Rede'iſt, Stärkere Kraft zu erhalten, wärmet man oft die Materien, die an einander ſollen gerieben werden. Möchten nicht Abirrungen hierdurch verurſache werden. Möchten nicht unterſchiedliche ſtreitige Verſuche auf die man fich beruft, und die man vorzeigt, davon hers rühren? Wenigſtens ſehen wir nun, was für Vorſichtige eit hierbey in Acht zu nehmen iſt. Die beſondern Ver« ſuche mit dem Jsländiſchen Kryſtalle, der, ehe die Elektri« cität in ihm fann erregt werden, durch-Queckſilber"oder

andere Mittel muß abgefühlet werden, gehören auch gea wiß bieher.

Wenn ich ein anderes mal anführen werde, was die Wärme bey feſten Körpern vermag, ſo werde ich auch

zugleich