abwechſelnd zu machen. 5
In Schiffen befinden ſich große Pläße und Höhlungen, wo die Luft gänzlich eingeſchloſſen iſt. Bey einigen ſind, ſtatt aller Oeffnung, nur einige Locher im Verdeike, und dieſe, in Vergleichung mit dem Raume des ganzen Schif- fes, ſehr klein. In großen Schiffen, die mehr Verdecke und Abtheilungen haben, findet ſich wohl an einigen Stel- len einige Abwechſelung der Luft durch Luftlöcher im Ver- defe, durch die Stüpforten und Seitenfenſter 3 aber. da- gegen iſt den untern Pläßen die Gemeinſchaft mit der äuſ: ſern Luft faſt gänzlich abgeſchnitten, wo der größte Theil der Ladung mit Tackelung und Zeugen, Proviant, Muni- tion ,. u. d. 9. ſollte verwahret werden, aber, nebſt dem Schiffe ſelbſt, von der ſtillſtehenden, verderbten. und feuchten Luft bald zu Grunde gerichtet wird.
Befinden ſich viel Leute am Bord: ſo verdirbt die Luft noch ſchneller. Das Volk, das zwiſchen den Verdecen dichte zuſammengedrängt iſt, nimt mit ſeinem Athemholen bald alle Luft weg, die ſchon da iſt, oder vurch Löcher und Deffnungen hineinkommen kann. Die Dünſte von den Menſchen, und den vielen der Fäulniß unterworfenen Din- gen, die ein ausgerüſtetes Schiff enthält, das im Kiele zu- rücbleibende verfaulte Waſſer, das nicht ſo genau heraus zu pumpen iſt, nehmen die Stellen der reinen Luft im Rau- - me ein, und müſſen nothwendig einen unleidlichen Geſtank verürſachen, und Krankheiten bey dem Schiffsvolke erre- gen. Kömmt die Hiße dazu, welche bey warmen und windſtillen Sommertagen im Schiffsraume unerträglich ſeyn muß: ſo wird niemand ſo empfindungslos ſeyn, daß er nicht dererjenigen Zuſtand bedauren ſollte, welche oft viel Wochen und Monate in ſolcher Luft leben müſſen, und Mittel für nothwendig erkennete, durch welche ſich die Ab- wechſelung der Luft in dem obern und dem untern Raume erhalten läßt.
Vor Alters waren ſo große Schiffe nicht ſo gemein, als ißo. Der Alten Fahrzeuge hatten viel ähnliches mit unſern Galeeren, wo ſich das Schiffsvolk nicht unter dem Verdecke
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