46 Bon der Bewegung des Waſſers
' 6,36. Wenn man an einem unterſchlächtigen Waſſerrade das Schußbret öffnet, ſo ſieht man, wie ſchnell ein Strom in der Mitte fortrinnt, aber man wird auch allezeit bemerten, daß ein Theil des Waſſers auf beyden Seiten zurücke fließt, und Wirbel macht. S. IT. 1 F. Die Geſchwindigfeit ves Stroms iſt am größten zwiſchen E, E, and reißt das Waſſer da am ſtärkſten mit ſich) 3; davon wird es bey D, D niedriger, und bekömmt gleichſam eine Aushöhlung, dahin fällt denn'das Waſſer von den Seiten XF, K, und wird vom Strome fortgetrieben; ſo, daß gleichfalls an den EkenF. F. weniger Waſſer wird, als bey 1, I, und daſeibſt weniger als bey H, H, u. ſw, Jijtnun das Waſſer um F, EF, niedriger, ſo iſt das Gleichgewichte gehoben, und zu deſſen Wiederherſtel« lung dringt allezeit neues Waſſer dahin. Von D, D kann es nicht kommen, weil der Strom daſelbſt die ſtärkſte Bewes gung nach einer andern Seite har, alſo zieht es ſich dahin an beyden Rändern H, H, 1, 1. So entſteht der Wir- bel, und ſo wird ex unterhalten. Jh habe oft geſehen, wenn das Waſſer aus einem ſchiefliegenden Mühlengerinne gefallen iſt, daß in dem untern Waſſer bey E, E ,„ eine Grube entſtanden iſt, die in Vergleichung mit der Waſſer» fläche auf beyden Seiten einen Fuß tief und noch tiefer war.
9. 37. Je tiefer der Strom geht, deſto mehr Waſſer ſelet er in Bewegung, ſo wohl unten, als an den Seiten z und je ſchneller er ſelb't ſtreicht, deſto geſchwinder führet er auch das Seitenwaſſer mit ſich), weil es alsdenn von ſo viel mehr vorbeyriunenden Tropfen berühret und fortgetrieben wird.. Daher ſteht die Menge des Seitenwaſſers, das der Strom mit ſich führet, allezeit in einer Verhältniß, die aus der Weite oder Oberfläche des Stromes und ſeiner Ge- ſchwindigkeit zuſammengeſeßet iſt, d. i, ſie verhält ſich wie die Menge der Berührungspuncte.
6. 38. Jn jeder Stromader, deren Fall gleich, und ihr Weg gerade iſt, fließt das Waſſer mitten in der Ader ge- ſchwinder, als an den äußern Rändern,
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