Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1743
Seite
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Von Kettenlinien. 269

dienlicher, wie ſolches im VII. VIII und IX, Artifel iſt ge» wieſen worden.

4. Soll das Gewölbe die Geſtalt eines Kreiſes ha- ben, wie meiſtens geſchieht, ſo muß es gegen den Grund des Gewölbes ſtärfer ſeyn, als gegen das oberſte deſſel- ben. Wie aber die Höhe der Gewölbſteine dazwiſchen in weiten Gewölbern zu vermindern iſt, wie in der 8; Fi: gur, der XII. Artifel weiſt. Weil auch die Gewölber un- ter Brücken,am Untertheile des Gewölbes, mehr Laſt zu kragen haben, als oben, ſo müſſen ſie auch. vornehm» lich die Geſtalt von Kreisbogen haben, weil auch das ganze Mauerwerk über den Gewölbbogen, ein unaufhör- liches Gewölbe iſt, oder aus vouſloirs ſans fin beſteht; va der Dru von der Schwere der ganzen Brüe auf den Mittelpunct des Gewölbes gerichtet wird, an ſtatt daß er bey den gewöhnlichen und geraden Mauern loth- recht iſt, und vornehmlich. daſelbſt kreisformige Gewöl- ber ihn zu tragen erfordert, wenn die Mauer überall

gleich hoch iſt.

5 Eine Art fliegender Brüen, die von zwey Sei- len getragen werden ſollen, welche quer über einen Strom geſpannet ſind(nach der 7. Figur), geben dieſen Seilen eine paraboliſche Geſtalt, welches zu Einrichtung der Hängſtrifemuß in acht genommen werden. Dieſes er- hellet aus dem XII, Artifel.

6. Hyperbeln geben die geſchiteſte Figur zu Frucht- ſchnüren, die in der Mitte ſehr ſchwer, und an den En- den leicht ſind. Daher man findet, daß die Fruchtſchnü- re ſehr übel gezeichnet ſind , wo die Bande an den En- den, damit ſie aufgehänget ſind, gegen den Horizont zu geſtreet werden. Dieſes läßt ſich nicht thun, wenn die

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