Vorrede,
rieth ich bäld in den Stand, mein Wörterbuch zu vermehren, und ich habe nach meiſt vollendeter Ar- heit von einem ſich hier aufhaltenden Schweden, und einem damals in Halle befindlichen gelehrten Dä- nen, die Gefälligkeit genoſſen, daß ſie mir verſchie- dene Zweifel noch gehoben haben. Man wird es mir alſo zu gute halten, daß ich bey einigen Wör- tern das Schwediſche beygefügt habe, wo meine Lehrmeiſter mir keine zuverläßige Erläuterung geben konnten: Ich glaube auch, man werde es mir ver- zeihen, wenn ich bey der Mannichfaltigkeit verſchie- dener Sachen, welche dieſe Abhandlungen betref- fen, geſtehe, daß meine Kenntniß meiner Lehrbe- gier noch nicht völlig gleich iſt,
Die ſchwediſche Königinn, die ſich dadurch be- rühmt gemacht hat, daß ſie eine Religion abſchwor, für die ihr Vater ſein Blut vergoſſen hatte, die es ſo ſehr, und mit ſo vielen Schmerzen fühlte, daß ſie ein Frauenzimmer war(*), hat mit einem ſchwe-
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(*) Sie bezeigte bey den meiſten Lobreden, die auf ſie in den Oertern, wo ſie durchreiſete, gehalten wurden, ſehr wenig Gefallen. Der Abt d* Artigny hat uns den Grund davon entde&t: Un jour ſagt er, Boudelot ſon medecin prit la 1i-
bertt de lui en demander la raiſon: qui ne ſeroit ennuydce repon«


