des AFerbaues. 265
ne, die oben ein wenig breiter iſt, als der Schuh, nach un- ten zu aber von zehn, bis zu zween oder drey Zoll, enger wird, und juſt in die Furche weiſet, und ſo hat man eben, was man ſuchet. Hierbey iſt annoch zu beobachten nöthiz daß die Schraube; ſo oben in dem Schuhe ſtehet, am Vor- dertheile unterwärts bey der Mündung des Schuhes, allex- dings eine Klappe haben müſſe, die nach der Maaße aufge- zogen odey niedergeläſſen werden kann; ja, nachdem die Erde feucht oder dürre iſt', oder, nacmdem man reichlich düngen will; denn dieſer Klappe wegen kommt der Schuh allezeit wieder in ſeine erſte Stellung zu ſien. Man kann auch dieſe Ma- ſchine auf einer niedrigen Karre mit einem Pferde davor ge- brauchen, Meines Bedünfkens aber, ſollte es vorißo im An- fange ſchneller und behender mit einer Schubkarre angehen.
S 9. Der Dunger will beynahe zu Staube verbrannt ſeyn, da er erſt friſch und trächtig wird, wiewohl er nicht viel über ein Jahr dauret, welches auch hierzu vollfommen gnug iſt. Nunkann man anfänglich zur Probe aus Scheu- nen, Vieh- und Pferdeſtällen die Stauberde von dem Boden aufſchaufeln, ſo in dieſem Stüe gut iſt. Man kann alſo vorerſt ſechzehn Tonnen gute fette Miſterde auf eine Tonne Saat nehmen, und alsdenn eineTonneSaat mit einerVierthel- oder halben Tonne alſo zubereiteter Erde auf der Tenne vermi- ſchen, u. 6 w. Könnte man zu doppelt ſo vielem Dünger Rath ſchaffen, ſo ſtünde zu verſuchen, wie es damit gehen wollte. Hernach könnte man, wenn man Zeit und Gele- genheit dazu hätte, nach Mag. Stridbergs Weiſe, einen Schoppen mit einem Dache und dünnen Wänden von Zaun- pfälen verfertigen, und in demſelben zwölf Tonnen Dünger, drey Tonnen Aſche von Ameishaufen oder anderm Gewür»- me, nebſt einer Tonne Kalk einführen, auch im größern
' quf gleiche Weiſe'verfahren. Doch muß ich hier nicht
übergehen, was bey ſolcher Vermiſchung der Erde eins der beſten Dinge, und dennoch von den meiſten aus der Acht gelaſſen worden iſt, Dieſes iſt das Zunder- oder meiſt ver- faulte Holz, ſo bey dem Acerfelde fleißig zu rathe gehalten werden muß. Wir haben in den Wäldern dünne Hügel
R 5 und


