Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1740
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6 Höpfkens"Gedanken

urid der Luft einrichtet?- Eine Vörſichtigkeit3 welche der Schöpfer ſelbſt uns in ſeiner Einrichtung; vor Augen gele get 3 maßen nicht allerley Kranfheiten» mit. einem und demſelben Vittel geheilet, ſo wenig als alle Kräuter, die itt einer wärmetn Luft gut wachfen, in einerfalten aufgebracht werden können.. Und dieſes ſoll unſere jebige Materie ſeyn.

Da-dieſem nun alſo iſt, wie niemand: leugnen kann; ſollte denn:wohl zu glauben möglich ſeyn, daß allein in den ſüdländiſchen zwrautern, das>dülfsmittel für die Krankheis ten gefunden werden ſolle, die unſre Luft und Nahrung hier in. Norden-nach ſich ziehen? Jſtein ſol<er Gedanke wohl mit Gotres'gnädiger Vorſorge. mit deſſelben, nach unglei- her fuft und-2age, eingerichteten Deconomie, und mit dev Erfahrung ſelbſt, die wir bereits haben, und'noch ferner haben Fönnen, wenn wir nur wollen. übereinſtimmend?

Nein! ſondern weil wir der Vorzüge unſers eigenen Vaterlandes unwiſſend, und-unſre eizene Dinge. zu verach- ten gewohnt:ſind ſo ſtreben wir nach ausländiſchen 3; viels leicht läßt:ſich mancher auch durch. eine ungegründete Hoff? nung eines großen Gewinnſtes auf eine Arztney anlocen, deren Koſtbarkeit gemeiniglich eben ſo ungewiß iſt, als die Oerter,/ woher ſie-geholet werden 3 alles dieſes iſt vielleicht Urſache:an dem allgemeinen Misbrauche, daß man dasjenige Foſibar anſchäffet und verſchreibet; was hier unachtſamer Weiſe unter die Füſſe getreten wird.

Wenn auch keine andere Folge daraus entſtünde, als Daß die Ausländer dadurch von der Schweden Unwiſſenheit, oder wie wir ohne Noth fremde Länder bereichern, überzeu= get würden;.ſo iſt doch der Vorſaß, einer ſo unanſtändigen und das Reich ausſaugenden Ungelegenheit, durch derglei- <Hen Betrachtungen Einhalt zu rhun, nicht ohne Nußen.

Inzwiſchen heget die Akademie hierunter eine weit zärt2 lichere Abſicht...+- Sie richtet ihre Gedanken auf das ges meine Beſte.in ſeinen Theilen, nämlich auf ihre Mitbür- ger, welche die zahlreichſten und nüßlichſten im Lande ſind z deren Schweiß und Arbeit das Reich ernähret, und per

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