Borrede
nen die meiſten Menſchen ihr Leben unterhalten, und die unmittelbare Unterhaltung des Lebens bey allen Menſchen kommen auf den Gebrauch der na- türlichen Kdryer an. Wie ſchändlich und wie ge* fährlich iſt alſo nicht die Unwiſſenheit, bey Dingen, deren Gebrauch ſv unentbehrlich iſt. Wahre Ken- ner der Naturlehre haben dieſes vorlängſt eingeſe- hen, und wie die Wipkung der in der Welt befindli c<en Kräfte auf dog/'menſchlichen Körper, von den Arsneygelehrten zum eigenen Gegenſtande iſt er? wählet worden, ſo haben ſich andere bemühet, die verſchiedenen Arten, wie die natürlichen Körper zum Nußen der Menſchen angewandt werden, zu erklä- ren, zu verbeſſern und zu vermehren, mit einem Worte, den Menſchen als den Herrn der Natur vor- zuſtellen. Denn dieſe Herrſcha't, die wir von dem Urheber der Natur zu Lehne tragen, die unſere ir= diſche Glückſeligkeit ausmacht, üben wir nicht an- ders, als durch die Phyſik, und die mit ihr ſo genau verbundene Mathematik aus. Durch ſie dienen uns die entfernteſten Sterne, ja die unſichtbaren Jupitersmonden, unſere Wohnpläße auf der Erde zu bemerken; durch ſie müſſen Feuer, Luft, IBaſ: ſer, Thiere, alle Kräfte der Natur, Bewegungen hervorbringen, die wir verlangen, und für die Men- ſchenhände zu-ohnmächtig ſeyn würden; durch ſie
wird uns alles erſt brauchbar 7 was die Erde er-
nähret, hervorbringet und bedecket. Was weiß man
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