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Hat ſc<on Jemand die Erfahrung gemacht, daß Brannte- weins-Spühl(Wäſche) den Zucht-Schafen während der Win- terfütterung als Trank gereicht, wenn ſie im Sommer wieder auf die Weide gebracht, geſchadet hätte? vorausgeſett, daß der Spühl kalt gegeben worden.
Wie viel Spüthl kann man wohl täglich auf ein ausge- wäachſenes Schaf rechnen, oder, der wie vielſte Theil des tägli- <en Tranks eines Scafes kann in reinem Brannteweins-Spühl beſtehen?
von dieſer Krankheit befallen ſeyn, daß ſie aber der Anſte>ung eben ſowohl ausgeſeßt ſeyn, wenn die Krankheit erſt einmal einen ſporadiſchen Character angenommen habe, achtung des Herrn von Wedemeyer unterlie- gen die hoc<hfeinen Schafe der Krankheit mehr, als die groben.'
Seine Königliche Hoheit der Herzog von Cambridge bemerkten, daß die vor mehreren Jahren aus Spanien nac< England gebrachten Schafe die Krankheit gleich nach ihrer Ankunft in England bekommen haben, und der Grund dazu in der Näſſe geſucht ſey.»
Als das ſicherſte Präſervativ gegen dieſe jeßt ganz allgemein gewordene Krankheit, wurde von allen Anweſenden Reinlichkeit empfohlen und der Herx Amtmann Meyer von Grohnde führte als ein gutes Heilmittel eine Miſchung
von Tabaks- Saft, Alaun und Vitriol, und Scheidewaſſer an. Ad. 5.
Der Herr von Wedemeyer, und Ober- Amtmann Lueder bemerkten, daß nach ihrer Erfahrung ein Zuſaß von kaltem Brannteweins- Spühl zu dem Trank der Schafe durchaus kei- nen nachtheiligen Einfluß auf die Geſundheit der Schafe habe, als daß ſie auf der Weide eher zuſammen fielen. Im Gegentheil ſey das Brannteweins- Spühl ein ſehr gutes Heilmittel für Schafe, die in naſſen Jahren ſich angefreſſen hätten, wovon der Herr Ober- Amtmann Lue- der in ſeiner eigenen Schäferei in Reifenſtein,
Na<h der Beob-


