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Bey dem Einkritt in die Kirche ward der Gesang bis hieher hat mich Gott gebracht, angestimmet, und mit Musik beglei? tet. Nun erschienen vor dem Altar unsere lieben y damals noch so munter und froh aussehenden Alten, ihre Führer und Führerinnen zur Seite; rund um den Altar, hatten sich der hiesige Magistrat, die Geistlichkeit, die Vorsteher und Lohn- herrn, nebst vielen der angesehensten Bürger versammteky und in dem übrigen Raume der Kirche waren so viel Menschen allerley Standes, als er fassen konute. Nach geendigtem Ge- fange. hielt der hiesige Pastor primarius Grumbrecht eine kurze Rede, segnete das Ehepaar ein, und die ganze Handlung ward zulezt mit dem Liede: nun danket alle Gott, beschlossen. Dies leztere Lied besonders sangen wir alle stehend, und es war fast kein Gesicht in der Kirche zu finden auf welchem man nicht Rührung, kein Auge worgus man nicht eine Thräne hervorquellen sah.
Nach geendigtem Gottesdienste verfügte man sich zu ei? nem Gastmahle, welches der hiesige Magistrat und ein Theil der Bürgerschaft für etwa 120 Personen veranstalten lassen, dem ein Ball folgte. Während der Mahlzeit trat ein hie- siger Bürger, Herr Bolte auf, hielt eine kleine Anrede an uns fern gufen und munfern Alten, und überreichte ihm ein Ge- schenk von 159 Rthlr. von Seiten der hiesigen Bürgerschafty und einigen andern Einwohnern. Eben so viel war ihm ohn? gefähr bey seinem Amts-Jubiläum in einer silbernen Dose aus hiesiger Cämmerey-Casse gereicht worden. Rach diesem frohen Tage lebten die guten Alten nur noch wenige Monathe. Reichthümer hinterließ der seel. Mann nicht, er starb arm wie die mehrsten Prediger zi sterben pflegen. Seine Einnahme wary wie die zurüEgelassenen Rechnungsbücer erwiesen, im- mer nur sehr mäßig gewesen. Er hatte seine Kinder und zum Theil auch seine Enfel groß gezogen, und von diesen lezte- ren zween Söhne vor und auf Academien unterhalten, und
sienoch nachher unterstüßet, welche Kosten die Kräfte seines
Vermögens überstiegen haben würden, wenn nicht der allgemein wohlthätige Herv Hauptmann FSacius, ihm zu den Studien eines seiner Großsöhne, drey Jahre hintereinander, jährlich aht Louisd'or zu Hülfe gegeben hätte. Sanft ruhe nun die Ascho dieser Redlichen,; deren Geist jezt na<h überstandenen Sorgen des Lebens ein Himmel vereiniget.
Den zten, Herr Pastor Lange zu Lüneburg.
Den 8ten, Herr Pastor Seyler, zu Dorum im Lande Wursten.;
Den oten, Herr Stadtsyndicus Maurer zu Hannover.
--“=-- Frägl. Sophie Gertrud von Schlütter zu Kuhla.
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