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Dett roten, Herr Johann Vepyer, herrschaftlis <er Stügiesser zu Zelle, ein Mann von ausgezeichneten rechtschaffenen Gesinnungen, welcher als Künsiler und wegen der in diesem Berracht dem-Lande geleisteten wichs tigen Dienste, eines. öffentlicßen Andenkens würdig ist. Er war aus Nürnberg gebürtig ,. erlernte daselbst die Rothgiesserprofeßion, blieb auf seiner Wanderung 1740 zufällig in Zelle, und, übernahm daselbst 1745 die durch Nicolaus Müller angelegte herrschaftliche Stückgiessevey« Man war derozeit bey dieser Werkstätte mit der schon seit 1740 in Cassel ausgeübten Methode no< unbekannt, Kanonen, welche im vollen Metalle ohne Kernstange ges gossen sind, um einen eylindrischen Kern heraus zu bohs ren, und diese Kernstange durä) einen reinen Abschnitt am Boden der Kanonen herauszubringen. Zm Jahr 1752 gelang es ihm auf vieles Nachdenken und Forschen, gedachs te Methode nicht nur nachzvahmen, sondern auch zu vers hessern, und mittelst einer selbst erfundenen sehr einfachen Bohrmaschine zu unerwarteterVollkommenheit zu erheben.
Ein beträchtlicher Theil des von den hannsverschen Truppen im siebenjährigen Kriege mit so gutem Erfolge gebrauchten Geschüßes- war durc< seine Geschicklichkeit geschaffen. Binnen drey Jahren lieferte er gegen achtzig Stück großes und kleines Geschüß. Seine Geschäfte während des Zeitlaufs von 1758 bis 1763, gaben ihm so viel zu thun,'duß er stets mit 5 bis 7 Gesellen, und 72 bis 20 Handlangern arbeitete. Keine einzige unter den Kanonen die er gegossen,-ist in der Probe verunglückt,
Ueber seine Bohrungsmethode, sowohl im cylindris schen-Kern/ als Spänen, hat derselbe eine schriftliche Abhandlung hinterlassen, womit zugleich eine Anweisung zum Gebrauche'des Jüstruments verbunden ist, dessen er sich bediente, um den gebohrten Cylinder am Boden der Kanone winkelrecht abzuschneiden.
Den xten, Herr Canzley» Secretair Brückmann zu Hannover, im 77sten Jahre, nachdem er 58 Jahr in herrschaftlichen Diensten gestanden.
Den r1gten, Herr Regierungs-Secretair Brandes zu Stade.
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