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In diesem Mistrauen auf eigene Ueberzeugung, habe ich meine Gedanken bisher nur einzelnen einsichts? vollen Männern mitgetheilet, welche mir nicht allein ih- ren Beyfall bezeuget, sondern auch unter Mittheilung hrer eigenen schäßbaren Beyträge, mich aufgemuntert haben, meine Gedanken bekannter zu machen.
Oft werden Wahrheiten gesagt, wovon das ganze Publicum überzeuget ist, ohne Eindru> zu machen.
Eben diese Wahrheiten zu einer andern Zeit gesagt, wenn das Publicum schon in einer Stimmung ist, wor- in es durch eigenes Nachdenken und aufgestoßenen Zwei- fel verseßet worden, erregen Aufmerksamkeit, mit allen ihren heilsamen Folgen einer genaueren Prüfung, Be? richtigung der Begriffe, Zweifel, Beyfall oder Bestrei- tung; und eine solche Erörterung ist nie ohne Nuken, wenn sie gleich die Sache selbst nicht umschaffet.
IH habe gegründete Ursachen, anjekt eine solche Stimmung bey einem großen Theile meiner aufgeklärten Landesleute vorauszuseßen; und dann braucht es nur einer Veranlassung, so geringe sie auch seyn mag, um die Aufmerksamkeit auf eine Sache allgemein zu erregen,
Und mein Veruf dazu, diese Veranlassung zu g& ben?
Eben der und fein anderer, den Vaterlandsliebe und Lauterkeit der Absichten jedem Mitbürger eines freyen Landes ertheilet, sein Schärflein, so gut er es hat, zum allgemeinen Besten beyzutragen, und daher werde ich Feiner weiteren Entschuldigung und Rechtfertigung bes
dürfen,


