36 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung
„nicht zu Stande, der Schäfer und die Knechte wider? „ſtrebten ſolcher, und hätten keinen Trieb dazu. ,, De! nen Schäfern und Knechten muß man ihre Vorurtheile zu gute halten, und ſie eines beſſern belehren. Aus den Schäfirn kann man ſo willige und eifrige Verbeſſerer der Wolle machen, als man will, nur muß des Schäfers Vortheil, mit des Eigenthümers Sewinn ſteigen.
87. Wer den Gewinn für ſich behalten, und dem Schäfer nicht mehr Geldeinnahme zufließen laſſen will, als er ſchon hat, der bringet es nicht weit mit Verbeſs ſerung der Wolle, und hat immer Bedenken zu hören.
88. Einem Schäfer, der im Gemenge ſteht, folg! lich zu den Ausgaben für die Schäferey ſeinen Antheil er legen muß, grauet, wenn er erfähret, daß ein feiner Bo> von ſpaniſcher Race, weit theurer bezählet werden müſſe, als ein einheimiſcher Bo>, an den Fleiſchhauer verkauft werden kann. Der Schäfer hat nicht Unrecht, zumäl wenn-er nicht verſichert iſt, daß ihn ſein Herr lange in Dienſten behalten werde. Wenn er an einen andern Ort kommt, wo er wieder grobe Böc>e zu ſeinen Schafen laſſen muß, fällt die verbeſſerte Wolle auf ſeinen Schä! fen wieder weg, und ſein gegebener Zuſchuß zu den Bs Fen iſt verloren,;
89. Jeder Eigenthämer einer Schäferey wird wohl thun, wenn er die Auslage für die Zuchtböcke allein über:
nimmt, und dem Schäfer keinen'Beytrag abfodert, Iſt es


