Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
29
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aller groben Wolle, 29

64. Der Winter fing im Herbſte 1783 zeitig an, und dauerte im Frühjahre bis über die Hälfte des April hinaus, ehe das Schafvieh ausgetrieben werden konnte. Zuleßt wurde das Futter knapp, und da das Vieh nichts auf der Weide fand, ſv hemmte dies das Wachsthum der Wolle; anderergeſtalt hätte ich vielleicht ein Fünftel Centner Wolle mehr von 100 Stück geſchnitten,

65. Indeſſen, wenn man vergleichet, daß von 100 Stü> zweyſchüzigem grobem Vieh 2 und ein Fünftel Centner 3 Pfund und 2 und ein Fünftel Centner 14 Pfund, und jeßo von 100 Stüc> feinem ſpaniſchem Vieh 2 Centner geſchnitten werden; und berechnet, daß auf zwo Schuren allemal weniger Gewicht erlanget wird; als auf einer Schur, weil die Wolle, ſie ſey grob oder fein, nicht ſo geſchwind im zweyten halben Jahre, als im er/

" ſten nac<wächſet: und daß der Unterſchied ſich ohngefähr wie 10 zu x1 verhält, ſo kommt eben ſo viel Wolle vom ſpaniſchen Viehe, als vorhin von dem groben Landviehe geſchnitten worden. Ich könnte von mehr als 30 Jah: ren, die ich hier wohne, das Gewicht der Wolle, und die gehabte Geldeinnahme vorlegen, ich ſehe aber den Nutzen dieſer weitläuftigen Extrakte nicht ein.

6. Man muß nicht annehmen, daß das ſpaniſche Vieh uirgends mehr als 2 Centner Wolle von 150 Stü Fen geben könne; hier giebt grobes Landvieh auch nicht

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