Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
20
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20 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung

- Schafviehes drüet ihn, ſondern Jahr und Tag muß

gewartet, die Ställe ausgegraben und geweiſſet werden, damit aller Saamen der AnſteXung vermieden werde, folglich fällt die hohe Nukßung der feinen Wolle zwey Jahre weg.

45. Wenn das mit dem Ausſchlag behaftete Vieh in die Gegend kommt, die Schmiervieh hat, ſo wird ſolchen die Wolle genommen, wenn ſie lang iſt; nachhers wird das Vieh mit Tobakslauge gewaſchen, auch wohl mit zubereitetem Pech und Theer geſchmiert, und in ei: nem Viertheil bis halben Jahre das meiſte hergeſtellet.

46. Ein Glück für die ſächſiſchen Schäfereyen iſt, daß einige Schäfereybeſiter ſchon die Vorurtheile einſehen, und zu ſchmieren anfangen, wenn Schafe mit demAusſchlage befallen werden; auch, auf geſchehene gründliche Vors ſiellung an die Landesregierung, darin geſchüßet worden ſind, daß ſie das räudige Schafvieh nicht abſchaffen, ſons dern kuriren dürfen. Nach. und nach wird die Kurart ſich verbreiten, und alle Abſchaffung ganz wegfallen- Allgemeine Vorurtheile und Herkommen laſſen ſich nicht auf einmal ausrotten,

47. Die niederſächſiſchen Schäfereyen leiden keine

Gefahr durc< Zulaſſung der ſpaniſchen ZuchtböFe, weil das einheimiſche Landvieh bereits Schmiervieh und die Kurart mit Tobak und andern Mitteln hergebracht iſt; können alſo ohne Bedenken, und mit wenigerer Vorſicht

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