8 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung
geblichen Erfahrung aber, wird man finden: entweder, daß einige feine Mutterſchafe unter eine grobhaarige Heerde gebracht, und von den groben Böen beſprungen worden ſind, mithin in der erſten,'in der zweyten und dritten Generation die feine Wolle ſich nach und nach ver; loren habe, und in grobhaarige Wolle, dem Vater gleich, ausgeartet ſey; oder man findet, daß unter eine große Heerde nur einige feine Böe gebracht, und nebſt den groben Böcken zugelaſſen worden ſind. Die feinen Böcke Haben Lämmer gezeuget, die, dem Vater ähnlich, feinere Wolle, als die Mutter gehabt haben. Wenn dieſe feines „xen Lämmer in der Folge Schafe geworden ſind, ſo ſind ſie nicht von einem feinen Boe, ſondern von einem ors dinairen Bocke beſprungen worden, mithin hat das Lamm keine feine Wolle, wie die Mutter behalten, ſondern dem Vater ähnlich, grobe Wolle wieder bekommen müſſen.
4. Die Weide, das Futter im Sommer oder im Winter, verändert nicht die weſentliche Eigenſchaft, wel- <he ein Schaf zu grober- oder feiner Wolle hat. Die Menge oder Gewicht dev Wolle hänget aber von der Weis de und Fütterung gänzlich ab.
5. Die GSüte.der Wolle wird verdorben, wenn das Schafvieh Hunger leiden muß, und die Wolle nicht im Wachsthum bleiben kann, ſondern abſtirbet und dem Vies he. auf) den Leib fällt, oder eigentlich filzig ſic: zuſammen ſeßot. Dieſes darf eine Ausartung oder Veränderung eis
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